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International Featured Standards

Die Familie der International Featured Standards (IFS) deckt inzwischen die Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit über einen Großteil der Produktions- und Lieferkette von Lebensmitteln sowie von Produkten des Bereiches Körperpflege und Haushalt ab.

Initiiert durch die Global Food Safety Initiative (GFSI) entwickelten der deutsche (HDE) und der französische (FDC) Einzelhandelsverband als erstes den IFS Food Standard zur Überprüfung der Lebensmittelsicherheits- und Qualitätssicherungs-Systeme der Lieferanten von Eigenmarken. Er bezieht sich nur auf Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten und/oder lose Lebensmittel verpacken. Er wurde in erster Version 2003 veröffentlicht und setzt die GFSI-Schlüsselelemente für einen internationalen Auditstandard um:

  • Lebensmittelsicherheits-Managementsystem
  • Gute Herstellungspraxis (GMP)
  • HACCP-System

Inzwischen arbeitet eine internationale Gruppe von Einzelhandelsverbänden und Einzelhändlern regelmäßig sowohl an der Fortentwicklung des Food Standard als auch an der Entwicklung der weiteren heute zur Verfügung stehenden eigenständigen Standards (IFS Logistics, IFS Broker, IFS Wholesale / Cash & Carry, IFS Household and Personal Care (HPC)).

Der IFS Logistics, erstmalig veröffentlicht in 2006, ist anwendbar auf Unternehmen, die logistische Dienstleistungen für bereits primär verpackte Produkte (Food und Non-Food) anbieten, z.B. Transport (alle Transportmittel, gekühlt oder ungekühlt); Verpackung primär verpackter Ware; Lagerung (gekühlt und ungekühlt) und/oder Versand; Transport und Lagerung von Paletten, Bag-in-Box-Systemen sowie bestimmter unverpackter Ware wie Schlachtkörpern und Bulk-Transporte in Tankwagen (Schüttgut (z.B. Getreide), Flüssigkeiten (z.B. Milch, Glucosesirup).
Der Zertifizierungsbereich schließt sowohl Verarbeitungs- als auch Handels-Aktivitäten aus.

Der IFS Broker, erstmalig veröffentlicht in 2010, ist anwendbar auf Unternehmen wie Handelsagenturen und Broker, die als juristisch eigenständige Unternehmen Kauf- und Verkaufsaktivitäten ausführen, ohne in physischen Kontakt mit den Produkten zu kommen, d.h. das Unternehmen agiert allein von einem Büro aus und besitzt weder Lagerhäuser, noch Verpackungsstationen oder Transportfahrzeuge.

Vereint ein Unternehmen logistische und Handels Aktivitäten und wünscht beide Bereiche zu zertifizieren, ist eine Zertifizierung sowohl gemäß IFS Logistics als auch gemäß IFS Broker erforderlich.

Der IFS Wholesale / Cash & Carry ist anwendbar auf Unternehmen, die schwerpunktmäßig Produkte vertreiben, aber zu einem geringen Anteil (einfache) Food-Aktivitäten (Verarbeitung / Kontakt mit unverpackter Ware) ausführen. Die Anforderungen des IFS Wholesale / Cash & Carry entsprechen weitgehend denen im IFS Food. Sie beinhalten aber zusätzlich Vorgaben, wie mit speziellen Anforderungen in Cash- & Carry-Märkten oder Großhandelsunternehmen umzugehen ist.

In Deutschland verwaltet und pflegt die IFS Management GmbH die IFS Standards. Sie lässt die Prüfinstitute zu, die nach Maßgabe des IFS auditieren und zertifizieren dürfen, organisiert die Prüfung und Zulassung der Auditoren und unterhält ein Internet-Audit-Portal (www.ifs-certification.com). Dieses Portal bietet dem Einzelhandel, den Zulieferern, Logistikern, Brokern und den Prüfinstituten sowohl allgemein zugängliche Informationen über die IFS Standards als auch einen passwortgeschützten Zugang zur zentralen Datenbank, in der die Auditberichte und -ergebnisse aller zertifizierten Unternehmen erfasst sind.

Die auditpartner GmbH zertifiziert gemäß IFS Food, IFS Wholesale / Cash & Carry, IFS Logistics und IFS Broker. Das erteilte Zertifikat bestätigt, dass das auditierte Unternehmen die Anforderungen des jeweiligen Standards erfüllt.

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